Fissurenversiegelung

In den letzten Jahren wurde die Individualprophylaxe bei Kindern und Erwachsenen erfolgreich weiter entwickelt. Das führte letztendlich dazu, dass Karies deutlich zurückgegangen ist. Die Fissurenversiegelung spielt dabei für die Erhaltung der Zahngesundheit eine sehr wichtige Rolle.

Alle Zähne mit zerklüfteten Oberflächen sind besonders kariesgefährdet. Denn die tiefen Fissuren und Grübchen bieten den Bakterien in der Mundhöhle gute Möglichkeiten, sich „festzuhalten“. Rund 50 Milliarden Mikroorganismen sind die natürlichen Bewohner der Mundhöhle. Unter ihnen sind die Streptococcus Mutans-Bakterien und die Laktobazillen die gefährlichen Kariesauslöser. Erhalten diese Mikroorganismen Zucker oder zuckerhaltige Speisen bzw. Getränke, vermehren sie sich blitzschnell, setzen sich in einer zähklebrigen Masse (Zahnbelag und Plaque) an den Zähnen fest und produzieren durch ihren Stoffwechsel zahnschädigende Säuren. Der schützende Speichel kann diese Säuren nicht mehr ausreichend verdünnen oder wegspülen – das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle ist gestört: Karies entsteht.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass versiegelte Fissuren über einen längeren Zeitraum vor Karies geschützt sind.

Was ist eine Fissur?

Fissuren sind kleine Rillen und Furchen auf der Oberfläche der Zähne, die für uns nur als Spalt zu sehen sind. Diese Fissuren reichen jedoch oft bis in den Zahn hinein und haben eine tropfenförmige Gestalt. In diese Spalten gelangen Speisereste, setzen sich auf dem Fissurengrund fest und bilden somit den Nährboden für kariesauslösende Bakterien.

Wie wird eine Fissurenversiegelung durchgeführt?

  • gründliche Zahnreinigung
  • evtl. wird mit einem Bohrer die Fissur leicht erweitert
  • Trockenlegung des Zahnes
  • evtl. Desinfektion der Fissuren mittels Laserlicht
  • Konditionierung des Zahnschmelzes
  • Absprühen mit Wasser und Trocknen mit Luft
  • Dünnfließender Kunststoff wird in die Fissur appliziert
  • Lichthärtung des Kunststoffes mit einer Speziallampe
  • evtl. Bisskontrolle
  • Fluoridierung der Zähne

Je früher diese Fissuren verschlossen werden – desto geringer das Kariesrisiko!

Welchen Vorteil hat eine zusätzliche Laserbehandlung bei einer Fissurenversiegelung?

  • Karies verursachende Bakterien werden mit einem Laser auf schmerzlose Art entfernt
  • kleinste Partikel von Ablagerungen und Belägen in den Fissuren werden durch die Laser-Methode neutralisiert
  • durch den Laser wird die Zahnoberfläche zusätzlich desinfiziert

An welchen Zähnen ist eine Fissurenversiegelung notwendig?

  • Primär an allen bleibenden Zähne mit einer zerklüfteten Oberfläche

Wie lange schützt eine Versiegelung die Fissur des Zahnes?

  • bei guter Mundhygiene einige Jahre
  • bei der Versiegelung mit einem Laser hat man die Gewährleistung, dass in der Fissur keine Bakterien mehr vorhanden waren

Was ist nach der Fissurenversiegelung zu beachten?

  • Weiterhin regelmäßige Kontrolluntersuchungen
  • Weiterhin regelmäßig Individualprophylaxe bei Kindern
  • Weiterhin regelmäßig Professionelle Zahnreinigung bei Erwachsenen

Welche Kosten übernehmen die Privaten Versicherungen?

Die Übernahme der Kosten durch eine Private Krankenversicherung ist vom jeweils abgeschlossenen Tarif abhängig. Moderne Tarife schließen eine Kostenübernahme ein. Die Übernahme der Leistung bei einer Laserbehandlung sollte vorab mit der Versicherung geklärt werden. Für genauere Informationen befragen Sie bitte den Ansprechpartner für Ihre Private Krankenversicherung.

Welche Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen?

Die Fissurenversiegelung wird nur an den großen Backenzähnen (Molaren) vom 6. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (ab dem 18. Lebensjahr ist es eine Privatleistung) übernommen. Die Laserbehandlung ist eine Privatleistung. Sollten wir aber feststellen, dass auch die kleinen Backenzähne (Prämolaren) zerklüftete Fissuren aufweisen, werden wir Sie darüber in Kenntnis setzten, dass auch an diesen